Gewürdigt wurde die „Hochschulmanagerin des Jahres“ aufgrund ihrer großen Verdienste um die HHU seit ihrem Amtsantritt im November 2014 und wegen ihres überzeugenden Corona-Krisenmanagements. Der Titel ist die bundesweit bedeutendste Auszeichnung im Bereich Hochschulmanagement, über die Vergabe hat eine hochkarätige Jury entschieden. Ihr gehören unter anderem die ehemalige Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, der Leiter des Ressorts „Wissen“ der „Zeit“ Manuel J. Hartung und CHE-Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Ziegele an.
Aus der Begründung der Jury für die Wahl der Titelträgerin: „Bei Frau Steinbeck zeigt sich ein sehr rundes Bild in allen betrachteten Aspekten der diesjährigen Auszeichnung – guter Rückhalt im Team, gute Selbsteinschätzung und innovative Ansätze zur Krisenbewältigung.“ Die Jury verweist zudem darauf, dass die Rektorin bei der Krisenbewältigung klar die Führungsrolle übernommen habe, sie „bezieht aber gleichzeitig alle Beteiligten ein und ruft in der ihr eigenen Art der vertrauensvollen Zusammenarbeit optimal die Kompetenzen der Beteiligten ab.“
Bereits am 23. November wurde bekannt, dass die Rektorin der HHU eine von sechs Finalisten für 2020 ist. Die Bekanntgabe des Titels fand am 2. Dezember im Rahmen der Themenwoche „Zeit für Bildung“ statt, die in Berlin als rein virtuelles Event organisiert wurde. Jurymitglied und Ko-Initiatorin der Auszeichnung Marion Schmidt war allerdings persönlich in Düsseldorf und übergab Anja Steinbeck während des Video-Livestreams vor rund 2.000 Zuschauern ihre Auszeichnung.
„Bürgeruniversität ist aller Mühe wert“
Ebenfalls auf dem Campus in Düsseldorf war die Laudatorin Carola von Schmettow, Sprecherin des Vorstands HSBC Deutschland und Alumna der HHU. Sie hob hervor: „Anja Steinbecks Idee der Bürgeruniversität ist aller Mühe wert, weil das große Aufklärungsprojekt heute wieder hochaktuell ist: eine solide informierte und emanzipierte Bürgerschaft. Sie ist das Einzige, was uns auf Dauer vor den Folgen von Populismus und Verschwörungstheorien bewahren kann.“
Die Auszeichnung „Hochschulmanager(in) des Jahres“ wird bereits seit 2008 verliehen, seit 2013 gemeinsam von der „Zeit“ und dem CHE. Nach einer Vorauswahl auf Basis von Leistungsindikatoren der Universitäten wurden Befragungen der Hochschulleitungen zu Führungsverständnis und Führungsaktivitäten sowie zum Leitungsumfeld in der Hochschule durchgeführt. Gefragt wurde zudem, wie die jeweilige Hochschulleitung der Corona-Pandemie begegnet ist, welche Kommunikations- und Führungsqualitäten besonders überzeugt haben und wie kompetent in diesem Zusammenhang die IT-Infrastruktur und Digitalisierung eingesetzt wurden. Eine Jury wählte dann anhand der Ergebnisse sechs Personen für das Finale aus.
Potentielle Titelträger sind mehrere Hundert leitenden Persönlichkeiten, die einer deutschen Hochschule bzw. Universität vorstehen. Vorjahressieger war Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn. Nominiert für die Hochschulmanagerin oder den Hochschulmanager des Jahres 2020 waren neben der Rektorin der HHU:

  • Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der Fachhochschule Aachen
  • Prof. Dr. sc. agr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim
  • Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Prof. Dr. Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg

Ein „Special Award“ ging an Prof. Sabine Kunst, die bereits 2010 als damalige Präsidentin der Universität Potsdam „Hochschulmanagerin des Jahres“ wurde und die nun ebenso überzeugend als Präsidentin die Humboldt-Universität leitet.

Quelle: Pressemitteilung der HHU vom 2. Dezember 2020

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