Als Emmanuel Macron im September 2017 seine vielbeachtete Europarede hielt, war der Ort dafür nicht ohne Grund eine Universität. Vor Studierenden der Sorbonne stellte er seine Initiative für eine Neubegründung eines souveränen, geeinten und demokratischen Europas vor.

"Was Europa am stärksten zusammenhält, werden immer die Kultur und das Wissen sein." stellte der französische Staatspräsident fest und machte auch gleich eine Institution aus, in der sich dieser Zusammenhalt spiegeln sollte: Eine europäische Universität.

Neue Europäische Hochschulen - Neue europäische Generation

Die Europäische Union griff diesen Gedanken auf und forderte die „Herausbildung von etwa zwanzig 'Europäischen Hochschulen' bis 2024.“ In ausgewählten Netzwerken europäischer Universitäten soll dort eine neue Generation von kreativen Europäerinnen und Europäern heranwachsen, die über Grenzen, Sprachen und Fachdisziplinen hinweg gesellschaftliche Herausforderungen angehen.

Die JGU lebt den europäischen Gedanken von Freiheit, Wertegleichheit und Gerechtigkeit in ihren rund 1.000 Kooperationen mit 350 europäischen Partnerhochschulen im Erasmus-Programm schon heute. Sie bildet ihre Studierenden zu weltoffenen, verantwortungsvollen Global Citizens aus und wertschätzt Internationalität wie Interkulturalität in Forschung und Lehre.

FORTHEM macht Europa erfahrbar

In der Pilotphase der „European Universities Inititiative“ hat sich die JGU der Aufgabe angenommen, das neue FORTHEM Netzwerk zu gestalten. Es ermöglicht unserer Universität die Kooperation im europäischen Hochschulraum in neuen Dimensionen zu denken und zu leben. "Uns geht es darum, das europäische Modell der offenen Gesellschaft und des Austauschs von Wissen in unseren Universitäten in kreativer, lebendiger Fülle erfahrbar zu machen – für unsere Studierenden, für die Generation der Zukunft, für unsere Gesellschaft – FOR THEM. Genau diese Intention fassen wir im Namen unseres Netzwerks: FORTHEM –Fostering Outreach within European Regions, Transnational Higher Education and Mobility: A pan-European living lab and integrative European University." erklärt Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre an der JGU sowie internationaler Sprecher von FORTHEM. Darüber hinaus ist auch die operative Gesamtleitung in Mainz verortet, die in den Händen von Dr. Tanja Herrmann, stellvertretende Leiterin der Abteilung Internationales, liegt.



In der FORTHEM-Allianz kooperieren die JGU, die Université de Bourgogne in Frankreich, die Uniwersytet Opolski in Polen und die Universitat de València in Spanien als langjährige Partnerhochschulen der JGU mit der Università degli Studi di Palermo in Italien, der Latvijas Universitāte in Lettland und der Jyväskylän yliopisto in Finnland.



Ausgezeichnet von der Europäischen Kommission in 2019, gehört die FORTHEM-Allianz zu den Vorreitern im Europäischen Hochschulraum. FORTHEM bringt unter der Federführung der JGU Universitäten aus Nord- und Süd-, West- und Osteuropa zusammen. Das Ziel ist die signifikante Steigerung von Austausch, Zusammenarbeit und Mobilität von Studierenden und Lehrenden, Forschenden und wissenschaftsstützendem Personal innerhalb der EU.

Mobilität, Joint Degrees und Labs

FORTHEM richtet sich dabei an alle Studierenden, alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, alle universitären Mitarbeitenden und an alle sieben Städte und Regionen. Mit diesem globalen Ansatz möchte FORTHEM jedem die Möglichkeit geben, zuhause vor Ort oder im Rahmen eines Austauschs Europa zu erleben. Verschiedene Mobilitätsprojekte – von digitaler Mobilität über Kurzaufenthalte oder das klassische Erasmus-Semester bis hin zum Doppelabschlussprogramm – richten sich an unterschiedliche studentische Zielgruppen. Die FORTHEM Digital Academy bietet allen Universitätsmitgliedern die Gelegenheit, sich virtuell und grenzüberschreitend zu bestimmten Themen auszutauschen. Virtuelle Klassenräume werden somit zur Realität.

Neben der akademischen Mobilität und den gemeinsamen Studienabschlüssen setzen die FORTHEM Labs inhaltliche Schwerpunkte. „Unser Ziel ist es das Lernen, Studieren und Forschen über Ländergrenzen hinweg selbstverständlich zu machen und gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft zu arbeiten.“ verdeutlicht Prof. Dr. Stephan Jolie die Aufgabe der Labs. Die Forschenden, Studierenden und außeruniversitären Partnerinnen und Partnern arbeiten in den Expertennetzwerken als Think Tanks an aktuellen gesellschaftliche Aufgaben. Neben den Themen „Diversität und Migration“, „Europa erleben“, „Mehrsprachigkeit in Schulen und Hochschulen“, „Zukunft der Ernährung“ und „Digitaler Wandel“, wählten Studierende in einer Umfrage zwei weitere Themen für FORTHEM Labs aus: „Klimawandel und Ressourcen“ sowie „Resilienz und Demografischer Wandel“.

Mehr über die Entwicklung der FORTHEM-Allianz erfahren Sie unter forthem.uni-mainz.de.

Previous item Next item

Ansprechpartner

Max Lindemann

E-Mail senden