Die Journalistin und Alumna der JGU Gundula Gause-Schmitz ist mit dem Mainzer Medienpreis 2019 ausgezeichnet worden.


Fotos: Peter Pulkowski

Schon während ihres Studiums der Politikwissenschaft, Publizistik und neueren Geschichte an der JGU arbeitete Gause-Schmitz in der ZDF heute Redaktion und ist seit 1993 als Co-Moderatorin des heute-journal bekannt. Als dritte Preisträgerin nach Kabarettist Herbert Bonewitz (2017) und Fußballtrainer Jürgen Klopp (2018) wird sie für ihr "nachhaltiges mediales Wirken" geehrt.

Die Findungskommission würdigt ihr mediales Wirken außerhalb der ZDF-Plattform, das Frau Gause-Schmitz zu einer Ikone des ZDF gemacht hat, der es gelingt, in einer medienkritischen Zeit Glaubwürdigkeit zu verkörpern, die sie dem von Pegida geprägten Begriff der „Lügenpresse“ entgegensetzt. Frau Gause-Schmitz steht für private Integrität und öffentlich für eine professionelle Trennung zwischen Nachricht und Kommentar. Sie steht auch für Selbstbewusstsein, ohne das es kein nachhaltiges mediales Wirken geben kann.
Die Findungskommission würdigt auch, dass Frau Gundula Gause-Schmitz zwar fremden Kulturen mit großem Respekt begegnet, aber dennoch bestimmten traditionellen Grausamkeiten vehement entgegentritt. Ihr Einsatz gegen Genitalverstümmelung von Mädchen und jungen Frauen ist ein Beispiel dafür, dass man seine eigene mediale Wirkung gezielt einsetzen kann, um Menschen vor diesem grausamen Ritual zu bewahren.

Bei einem Festakt am vergangenen Freitag im Mainzer Dom wurde Gundula Gause-Schmitz eine Druckgrafik überreicht, welche von der Mainzer Künstlerin Nicola Jaensch gezeichnet und durch das Preisgeld von 4000 Euro finanziert wurde. Die für das Kunstwerk erstellte Druckplatte geht an das Gutenberg-Museum.

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