Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie | 2006

Wenn ich an meine Zeit in Mainz und an der JGU denke, fällt mir als Erstes ein …

the best place for me to be in the eighties of the last century!

Ich habe mein Studium von der ersten bis zur letzten Minute genossen und (fast) alles mitgenommen, was mir die Universität geboten hat. Viele im Studium geknüpfte Freundschaften bestehen heute noch und ich bin sehr dankbar, dass ich die Zulassung zu meinem Erst-Wunschort erhalten habe.

Mein Lieblingsort auf dem Gutenberg-Campus war …

nicht nur einer: die PhilFak, der SB II, die Unibibo, die Treppen vor dem AudiMax und jeder beliebige Ort, an dem man nach einer Veranstaltung noch weiterdiskutieren konnte.

Prof. … wird mir immer im Gedächtnis bleiben, weil …

Birgitta Nedelmann – kritisch und konstruktiv, hat mein soziologisches Denken nachhaltig verändert und befördert

Rudolf Malter – weil man mit ihm stundenlang über eine Seite eines beliebigen Reclam-Heftes philosophieren konnte

Dagmar Eißner – couragierte Frau, nicht nur als Vizepräsidentin, und immer noch ein Vorbild in Sachen Frauen, Macht und Diplomatie

Franz Hamburger – immer gut für einen hermeneutischen Diskurs, für die Gründung eines sozialpädagogischen Instituts … und einen Grappa – zum Schluss

Das Wichtigste, was ich aus meiner Studienzeit mitgenommen habe, ist …

die feste Überzeugung, dass es immer Wirkung zeigt, wenn man, wissenschaftlich begründet und fachlich fundiert, seine Meinung äußert, Position bezieht und damit in das Geschehen eingreifen und Veränderungen bewirken kann.

Das würde ich heutigen Studierenden mit auf den Weg geben:

Seid neugierig, lest alles, was Euch über den Weg läuft, seid mutig, bringt Euch ein, macht die JGU zu Eurem Ort in Eurer Zeit!

Dr. Dorit Stenke, Staatssekretärin, Jahrgang 1960, studierte an der JGU Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie von 1980 bis 1986 und schloss das Studium als Diplom-Pädagogin ab. Anschließend war sie hier sieben Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. In dieser Zeit war sie Mitgründerin und Leiterin des Interdisziplinären Arbeitskreises Frauenforschung.

Dorit Stenke forschte danach an der Technischen Universität Dresden und wechselte 1997 als Referentin ins Sächsische Staatsministerium für Kultus. Ihre Promotion schloss sie 2004 an der JGU ab. Nach weiteren beruflichen Stationen – unter anderem war sie stellvertretende Direktorin der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung in Meißen, von 2007 bis 2016 Abteilungsleiterin und ab 2011 Direktorin des Sächsischen Bildungsinstituts in Radebeul und ab 2016 Abteilungsleiterin für berufliche Bildung, Qualität und IT im Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein – wurde die Parteilose 2017 als Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein berufen.

Bildquellen | Porträt: © Frank Peter



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