Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Alte Geschichte | 1992

Wenn ich an meine Zeit in Mainz und an der JGU denke, fällt mir als Erstes ein …

die wunderbare Abguss-Sammlung der Klassischen Archäologie, deren Räume wir mal in studentischer Eigenregie neu angestrichen und die Abgüsse entstaubt haben.

Mein Lieblingsort auf dem Gutenberg-Campus war …

der kombinierte Seminar- und Aufenthaltsraum der Archäologie mit integrierter Fotothek im dritten Stock des Philosophicum!

Prof. … wird mir immer im Gedächtnis bleiben, weil …

Annalis Leibundgut wird mir als meine akademische Lehrerin immer im Gedächtnis bleiben, da ich bei ihr strukturiert-kritisches Denken gelernt habe.

Das Wichtigste, was ich aus meiner Studienzeit mitgenommen habe, ist …

Freude an der Wissenschaft und Offenheit und Freude daran, gemeinsam mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen der Archäologie zusammen kreativ zu sein und auch mal ein wenig verrückte Dinge zu machen: antikisierend-karikierende Wandmalereien für Karnevalsfeiern zu erstellen oder Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen.

Das würde ich heutigen Studierenden mit auf den Weg geben:

Aktiv die Studienzeit als eine Zeit des Lernens und Ausprobierens zu nutzen, die Freiheiten dieser Lebensphase zu genießen und einfach Spaß an der wissenschaftlichen Diskussion und an Entdeckungen zu haben.

Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Fless, Jahrgang 1964, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), gehört zu den einflussreichsten Archäolog*innen unserer Zeit. Sie studierte von 1983 bis 1992 Klassische Archäologie, Kunstgeschichte und Alte Geschichte an den Universitäten Trier, Würzburg und Mainz.

1992 wurde sie an der JGU bei Prof. Annalis Leibundgut mit der Dissertation „Opferdiener und Kultmusiker auf stadtrömischen historischen Reliefs. Untersuchungen zur Ikonographie, Funktion und Benennung“ promoviert und war anschließend bis 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hochschulassistentin am damaligen Archäologischen Institut der JGU. Weitere berufliche Stationen führten sie nach Köln, Leipzig und zuletzt nach Berlin an die Freie Universität als Lehrstuhlinhaberin für Klassische Archäologie.

Friederike Fless war von 2004 bis 2008 Vorsitzende des Deutschen Archäologenverbands und u. a. Sprecherin des Berliner Exzellenzclusters „Topoi“. 2011 übernahm sie als erste Frau in der Geschichte des 1829 gegründeten Deutschen Archäologischen Instituts ihr heutiges Amt als Präsidentin. 2014 wurde sie für ihre herausragenden Leistungen in Wissenschaft und Wissenschaftsmanagement mit der Ehrendoktorwürde der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet.

Bildquellen | Porträt: © Irmgard Wagner (DAI)



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