Medizin | 1997

Wenn ich an meine Zeit in Mainz und an der JGU denke, fällt mir als Erstes ein …

dass ich in Mainz während des Studiums meinen besten Freund kennengelernt habe. Eine Freundschaft, die mich auch heute noch begleitet. Zudem ist Mainz in dieser Zeit zu meinem Lebensmittelpunkt geworden, in welchem ich meine Wurzeln geschlagen habe und mich zusammen mit meiner Familie sehr wohlfühle.

Mein Lieblingsort auf dem Gutenberg-Campus war …

zweifelsfrei die „Muschel“, die als feste (Party-)Institution an den Donnerstagabenden regelmäßig besucht wurde, und auch die Anatomiesäle, die mich in den Anfängen meines Studiums atmosphärisch sehr beeindruckt haben. Zudem natürlich die Sportanlage mit Schwimmbad, den diversen Hallen und der Laufbahn, die ich zum Austoben nutzen konnte.

Prof. … wird mir immer im Gedächtnis bleiben, weil …

Prof. Sucharit Bhakdi, weil ich das Engagement gegenüber uns Studierenden und den Enthusiasmus, mit welchem er die große Welt der Viren und Bakterien gelehrt hat, bewundert habe. Auch wenn die mündlichen und schriftlichen Testate mir schon Einiges abverlangt haben.

Das Wichtigste, was ich aus meiner Studienzeit mitgenommen habe, ist …

stets den Blick auf’s große Ganze zu behalten, die Dinge im Leben immer von allen Seiten zu betrachten und sich nicht in Eitelkeit und fachlicher Überheblichkeit gegenüber anderen zu verlieren.

Das würde ich heutigen Studierenden mit auf den Weg geben:

„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“ (Vincent van Gogh)

Dr. Jochen Drees, Arzt und Fußballschiedsrichter, Jahrgang 1970, studierte von 1990 bis 1997 Medizin an der JGU. Er absolvierte eine Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und arbeitete dann in der Landarztpraxis seines Vaters in Münster-Sarmsheim mit, die er einige Jahre später übernahm.

Zusätzlich war Drees auch als Fußballschiedsrichter tätig, zunächst im Südwestdeutschen Fußballverband beim SV Blau Weiß Münster-Sarmsheim. Ab 2001 pfiff er für den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Ab 2003 leitete er rund 90 Spiele der zweiten Fußball-Bundesliga, ab 2005 rund 140 Spiele der Fußballbundesliga.

Jochen Drees gab schließlich seine Hausarztpraxis auf und stieg in der Saison 2017/18 beim Großprojekt „Video- Assistent“ (Video Assistant Referee) von DFB und der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) ein. Seit August 2018 ist er Chef des Video-Assist-Centers und verantwortet damit die getroffenen Entscheidungen.

Bildquellen | Porträt: © DFB



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