Dolmetschen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch | 2001

Wenn ich an meine Zeit in Germersheim und an der JGU denke, fällt mir als Erstes ein, …

… dass es für Dolmetscher am FASK Germersheim erstmal direkt in den „Keller“ ging – der aber weitaus freundlicher und technisch-versierter war als man auf den ersten Blick denken mochte. Gib allem eine Chance auf einen zweiten Eindruck!

Mein Lieblingsort auf dem Germersheimer Campus war …

… damals tatsächlich das IT-Lab: da wurde erstmals aufgerüstet und man konnte als Teilnehmerin an „allen angebotenen IT-Kursen“ tatsächlich vieles für sich und die Unikurse gut nutzen. Schon damals fand ich die Chance von IT-Tools im Einsatz bei Dolmetschen und Übersetzen und Terminologie genial, diese Affinität ist geblieben und aktuell mehr als nur hilfreich!

Dr. Hans Hönig wird mir immer im Gedächtnis bleiben, weil …

… er einfach „einmalig“ war: Er war unheimlich gefürchtet und gab initial „nur“ Unterricht für Übersetzer – als es dann aber im Englischen eng wurde bei den Dolmetschdozenten, sprang er dort kurzwegs ein. Hart aber fair und herzlich – mit seinem sehr speziellen „britischen“ Humor!
Und das bestbesetzte Prüfungsamt ever: Herr Günter Iller ist und war einfach unglaublich – ihn wiederzutreffen ist ein Highlight für jeden Germersheimbesuch, netzwerken mit Bestand.

Das Wichtigste, was ich aus meiner Studienzeit mitgenommen habe, ist, …

… nicht aufzugeben und sich nicht unterkriegen zu lassen. Alles ist möglich und erreichbar – auch wenn einiges davon ein sehr sehr harter Lernweg ist! Yes I can … and – Yes we make it happen. Teamwork macht auch typische Einzelgänger-Jobs VIEL besser im Endergebnis: Merci an meine Lerngruppe mit Cornelia Oppitz, Nana Dabanka, Eva Hoffmann, Silke Fritz und Armin Claus.

Das würde ich heutigen Studierenden mit auf den Weg geben:

… breit aufgestellt sein und neue Technologien „umarmen“, das ist meines Erachtens nach das A und O. Offen sein für Neues, ganz wichtig: neugierig bleiben! Und – lebenslanges Lernen ist das Credo per se in den Sprachwissenschaften. Und dann Praxis und Menschen! Darum geht’s.

Petra Kuhn, Diplom-Dolmetscherin, Jahrgang 1975, ist Leiterin des Global Language Center der ZF Friedrichshafen AG, dem weltweit fünftgrößten Automobilzulieferer und einem der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Mobilitätstechnik.

Sie studierte am JGU-Standort Germersheim am heutigen Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch und schloss ihr Studium 2001 mit dem Diplom ab. Sie versteht zudem italienische und portugiesische Texte. Frisch von der Uni wurde sie im Sprachendienst von ZF Friedrichshafen eingestellt.

Heute führt Petra Kuhn rund 20 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Global Language Center in Friedrichshafen und an den Standorten in Serbien, China, Südamerika und den USA und koordiniert die Zusammenarbeit mit mehr als 100 freiberuflichen Sprachexpertinnen und -experten und etlichen größeren Agenturen. Das Global Language Center ist für alle benötigten Übersetzungs-, Terminologie- und Dolmetschdienstleistungen des Technologiekonzerns, der weltweit an 260 Standorten und in 41 Ländern agiert, zuständig. Vernetzte IT-Lösungen sind der Schlüssel zum Erfolg, und neue Technologien prägen die Weiterentwicklung des Service in allen Fachbereichen. Im Jahr 2019 wurde der Sprachendienst unter der Leitung von Petra Kuhn für seine vorbildliche mehrsprachige Kommunikation mit dem Hieronymuspreis des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e. V. ausgezeichnet.

Bildquellen | Porträt: © ZF Friedrichshafen AG



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